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FJÄLLRÄVEN
Ein anekdotischer Blick auf die Anfänge:
Wer sich mit der Historie von FjällRäven beschäftigt, wird vor allem schmunzelnd die vielen Geschichten genießen, die sich um Gründer Ake Nordin ranken. Eine davon lautet: Im Jahre 1950 war es der damals 14jährige Schwede Ake Nordin leid, immer diese hängenden Säcke outdoor herumzutragen. Er überlegte und baute sich in seinem kleinen Keller in Örnsköldsvik einen Holzrahmen für seinen Rucksack. Dieses Prinzip verfeinerte er Jahr für Jahr - und startete 1960 seine Firma FjällRäven. Gerne erzählt man sich auch die Stories um die berühmte schwedische Grönland-Expedition des Jahres 1966. In einer Variante erfährt man, dass hier das damals revolutionäre Thermozelt von FjällRäven zum Einsatz kam. Revolutionär, weil Ake Nordin 1964 das erste doppelwandige Zelt mit wasserabweisender Aussenhaut und atmendem Innenzelt zur Marktreife brachte und den Expeditionsteilnehmern auf deren Wunsch eine Sonderanfertigung davon überließ. Außerdem war Ake es leid, dass sich seine Kleidung bei Regen immer vollsog und schneiderte, zusätzlich angestachelt durch viele Gespräche mit den Teilnehmern der Grönland-Expedition, eine Jacke aus einem alten Zeltstoff, der für diese Expedition als zu schwergewichtig empfunden wurde. Den er auch noch leicht einwachste. Diese Idee hatte er bereits als Jugendlicher, als er beim Skispringen nicht nur seine Skier, sondern auch seinen Hosenboden wachste – was seinen Hintern tatsächlich trockener hielt. So war 1968 die Geburtsstunde der Greenland Jacket und des berühmten G-1000-Stoffs! In einer anderen Variante soll er das Thermozelt erst weit nach 1966 aus den Resten des alten Zeltstoffes, die bei der Herstellung des Greenland Jacket-Prototyps abgefallen waren, gebaut haben.
Ein Kommunistenbuckel für das Volk
Stockholm, Ende der Siebziger. Rund 80 Prozent aller Schweden haben Rückenprobleme. Besonders bei Kindern zeigte die Kurve steil nach oben, es ist die Zeit der einseitig getragenen Umhängetaschen. Das missfiel Ake Nordin, dem FjällRäven-Gründer. Und er entwarf einen ergonomisch hochwertigen, großvolumigen und vor allem sehr preiswerten (was ihm den Spitznamen "Kommunistenbuckel" eintrug) Rucksack, den Kanken. Markteinführung war, bei einer Verkaufserwartung von 200 Kanken fürs erste Jahr, im August 1978. Es wurden 400 und im Folgejahr 30.000. Heute gibt es den Kanken quasi unverändert und es werden jährlich mehr als 200.000 Stück hergestellt. Angeblich sollen in Schweden heute noch viele Enkelkinder einen vererbten Original-Kanken von 1979 tragen.
Ein kurzes Beispiel der Jetzt-Zeit
Die FjällRäven-Mitarbeiter erzählen sich gerne die Geschichte von der returnierten Outdoor-Hose, die nur minimalste Gebrauchsspuren aufwies. Bewundernd standen sie vor dieser, als sie feststellten, dass sie 23 Jahre alt war. Der Grund der Retoure: ein defekter Reißverschluss, der umgehend ersetzt wurde. Das ist der Beweis: FjällRäven hat keinen Bock, irgendwelchen Trends hinterher zu laufen. Sondern steht seit Jahrzehnten für Ausdauer und Robustheit. Egal, ob es sich um Rucksäcke und Taschen, Zelte und Schlafsäcke oder Jacken wie Hosen handelt – ständig wird nach dem Motto "Quality Time" weiter geforscht und optimiert. Quality Time bedeutet: Im Vordergrund stehen die sechs Themenbereiche Funktionalität, Haltbarkeit, Zeitlosigkeit, Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Vielseitigkeit. Und im Hintergrund immer wieder die Schonung der Umwelt – "…letztendlich geht es darum, dass du die Natur genießen kannst, ohne an deine Ausrüstung denken zu müssen." So sieht wahre Nachhaltigkeit aus.
Eine Firma, die sich "Polarfüchse" nennt, hat natürlich auch ein "tierisch soziales" Gewissen. So setzt sich FjällRäven seit Jahren aktiv für die Erhaltung ihres Namensvetters, des Alopex lagopus, ein und unterstützt hier verschiedene schwedisch-norwegische Organisationen wie auch den WWF. Auch bei den verwendeten Gänsedaunen hat FjällRäven ein hochwirksames Kontrollsystem eingeführt. Sie arbeiten mit nur einem einzigen Lieferanten (der allerdings in China sitzt) zusammen. Und nicht nur der, sondern auch die ihm exklusiv angeschlossenen Vertragsfarmen und Vertragsschlachthöfe mussten den FjällRäven-Verhaltenskodex per Unterschrift anerkennen. So werden Daunen tatsächlich nur von für den Verzehr geschlachteten Gänsen verwendet. Zudem verlassen diese Daunen das Lieferanten-Lager ausschließlich in eigens für FjällRäven bereitgestellten plombierten Säcken. FjällRäven-Mitarbeiter reisen regelmäßig nach China, um vor Ort der Einhaltung des Verhaltenskodex zu überwachen. Dieser vorbildhafte, umfassende Verhaltenskodex beinhaltet auch Relevantes zu den Themen Gesellschaft, Umweltschutz, Menschenrechte, Arbeitsbedingungen bis hin zu internen Weiterbildungsmöglichkeiten.
Bei Trekkingtouren (fast) nicht wegzudenken: Hosen aus G1000
Kurzinfo: FJÄLL RÄVEN
Schon mit 14 baute Ake Nordin einen Holzrahmen für seinen Rucksack. 10 Jahre später (1960) gründete er FjällRäven. 1964 brachte Nordin "Termo", das erste doppelwandige Zelt, zur Marktreife. 1968 schneiderte er eine Jacke aus gewachstem Zeltstoff – die Geburtsstunde des berühmten G-1000-Stoffs! Ende der Siebziger entwirft Nordin den großvolumigen und preiswerten Kanken. Angeblich sollen in Schweden heute noch viele Enkelkinder einen vererbten Original-Kanken von 1979 tragen. Egal, ob es sich um Rucksäcke und Taschen, Zelte und Schlafsäcke oder Jacken wie Hosen handelt – ständig wird weiter optimiert "…es geht darum, dass du die Natur genießen kannst, ohne an deine Ausrüstung denken zu müssen." So sieht wahre Nachhaltigkeit aus. Auch der FjällRäven-Verhaltenskodex ist allumfassend. So werden z.B. nur Daunen von zum Verzehr geschlachteten Gänsen verwertet.
Homepage von Fjäll Räven: www.fjallraven.de/
Mehr über FJÄLL RÄVEN: outdoorshop/fjaellraeven/









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